Revolution unter Tannenzapfen - Gin aus dem Schwarzwald?
Für manche mag das unerhört klingen. Fakt aber ist, dass mit den Black Forest Distillers die Herkunftsregionen der traditionellen Wacholder-Spirituosen um eine weitere bereichert wird.
Der Grund dafür ist einfach. Im Schwarzwald findet man neben ursprünglicher Landschaft und erfindungsreichen Menschen, essentielle Dinge wie naturreines Quellwasser und besonders aromatische Beeren- und Obstsorten. Beste Voraussetzungen für die Herstellung edler Destillate. Und so macht sich seit einiger Zeit fast unbemerkt ein kleiner Kreis von Spezialisten daran, die ansonsten so beschauliche Welt des Destillierens zu revolutionieren.
Christoph Keller und Alexander Stein, zwei Fachleute in Herstellung und Vertrieb ausgefallener Destillate, werden in absehbarer Zeit unter dem Label Black Forest Distillers auf dem Markt zu finden sein. Selbsterklärtes Ziel ist, die besten Brände, Gins und weitere edle Spirituosen hierzulande auf die Zungen der Genießer zu bringen.
Es wird bewusst keine Masse produziert, sondern – ganz im Gegenteil – kleine Liebhaber- Chargen von ausgezeichneter und handgearbeiteter Qualität. Monkey 47 heißt der neue Gin, der aufbauend auf alter Schwarzwälder Rezeptur und unter Verwendung von handverlesenen Zutaten förmlich eine Kampfansage an die eingeführten Gin-Marken darstellt.
Das Wasser stammt aus der eigenen Schwarzwaldquelle und an der Rezeptur, welche auf einem alten, unter Verschluss gehaltenen Familienrezept aufbaut, wird seit über einem Jahr geforscht, gemixt und getestet. Sämtliche Aromen sind natürlichen Ursprungs und handverlesen wie zum Beispiel eine im Schwarzwald beheimatete und noch geheime Zutat, die den Unterschied zum konventionellen Gin ausmacht – und Monkey 47 zu einer einzigartigen Spezialität mit regionalem Hintergrund.
Keller, Stein & Stein - die Mischung machts !
„Wir wollen mit Bedacht unsere Produkte auf den Markt bringen und durch absolut erstklassige Qualität, Authentizität und Ausstattung überzeugen“, sagt Alexander Stein, geschäftsführender Gesellschafter der Black Forest Distillers GmbH. Stein, der selbst aus der traditionsreichen Weinbrand-Dynastie Jacobi stammt, hat sein Handwerk beim Telekommunikationsunternehmen NOKIA gelernt, wo er bereits in jungen Jahren für das Nord- und Südamerika Geschäft des Bereiches automotive verantwortlich war.
Für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Herstellung und Vertrieb holt sich der Sohn Rat von seinem Vater. Jürgen Stein kann getrost als veritabler „Grandseigneur“ in der Welt der Markenspirituosen bezeichnet werden. Hat er doch renommierte Marken wie Jacobi 1880, Fernet Branca, Absolut Vodka oder Champagner Laurent Perrier über Jahrzehnte erfolgreich auf dem deutschen Markt etabliert. Zudem war er Ende der 90er Jahr Präsident der „Keepers of the Quaich“, einer Vereinigung, die sich besonders um den schottischen Whisky verdient macht. Bei den Black Forest Distillers wird Jürgen Stein seine jahrzehntelange Erfahrung in die Entwicklung und Vermarktung absolut neuartiger Produkte einbringen.
Qualität und Leidenschaft
„Einen renommierten Barkeeper überzeugt man nur durch ein außergewöhnliches Erzeugnis. Er muss seine Drinks schließlich vor dem Kunden verantworten – und die Black Forest Distillers wollen dafür das bestmögliche Produkt liefern“, ist Alexander Stein überzeugt.
Für die Qualität der Erzeugnisse selbst sorgt Christoph Keller, Besitzer und Brennmeister der exklusiven Edelobstbrennerei Stählemühle. Er wird als Master Distiller für Kontinuität, originelle Blendings und gleichmäßig hohe Spitzenqualität innerhalb der Produktlinien sorgen. Keller ist kenntnisreicher Autodidakt und weitgereister Verleger, der vor einigen Jahren im Oberen Hegau, in der Nähe des Bodensees, sesshaft geworden ist. Seine Biographie ist so vielfältig wie sein umfangreiches Angebot an Edelbränden. Er brachte zum Beispiel einen selbst gegründeten Baseball-Club bis in die Bundesliga, verlegte im eigenen Verlag auf internationalem Niveau Kunstbücher, war Professor für Typographie und Ausstellungskurator in diversen internationalen Institutionen, züchtet vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen – und widmet sich seit 2005 mit der Akribie eines Quereinsteigers einer ganz neuen, besonders archaischen Leidenschaft: Der Destillation.
Die Erzeugnisse der Stählemühle sind unter Fachleuten vielbeachtet und wurden bei Prämierungen und Fachmessen bereits mehrfach ausgezeichnet: Keller erhielt 42 nationale und internationale Preise allein im Jahr 2008 – und wurde in diesem Jahr von Destillata und Gault Millau in die höchste Kategorie der 50 besten Brennereien Europas aufgenommen.
Nach Christoph Kellers eigener Aussage hängen 99 % eines guten Edelbrandes von der Obstqualität und vom Einmaischen ab. Hier wird besonderes Augenmerk auf Sorgfalt bei der Auslese und die Qualität der Ausgangsprodukte gelegt. Nur handverlesene Früchte kommen in die weitere Verarbeitung. Seltene Sorten stehen dabei ganz oben in der Beliebtheitsskala.
Labor der Sinne
Die Black Forest Distillers nehmen sich für die Entwicklung der Rezepturen und Destillationsverfahren alle Zeit der Welt. „Die erlesene Qualität unserer Produkte kann nur durch handwerkliche Perfektion und die Rückbesinnung auf die lange Destillations-Tradition im Schwarzwald erreicht werden,“ so Keller und Stein, die in ihrem „Labor der Sinne“ auf Manufaktur-ähnliche Produktionsweisen zurückgreifen und sich selbst als „Geschmacks- Fanatiker“ beschreiben. Dennoch sollen erste Produkte der Black Forest Distillers bereits Anfang 2010 auf dem Markt erscheinen – und zwar als faustdicke Überraschungen!